Mit Hilfe von Staatsanleihen beschaffen sich Staaten frisches Kapital von privaten und institutionellen Anlegern, um ihre öffentlichen Haushalte zu finanzieren. Die festverzinslichen Schuldverschreibungen sind in verschiedenen Laufzeiten erhältlich und gelten abhängig von der Bonität des ausgebenden Staates als sichere, konservative Form der Geldanlage.

Der Kauf von Staatsanleihen

Deutsche Staatsanleihen können bei Banken erworben oder direkt bei der Finanzagentur der BRD gekauft werden. Zur Verwahrung der Schuldverschreibungen bietet die Finanzagentur ein komplett kostenloses Schuldbuchkonto an, während Banken und Sparkassen Depotgebühren berechnen. Staatsanleihen werden in Laufzeiten zwischen einem und 10 Jahren angeboten und verfügen in der Regel über eine feste Verzinsung. Die Zinsen werden jährlich ausgeschüttet. Die Anleihen können an der Börse zu tagesaktuellen Kursen an- und verkauft werden, was Spekulationen und die vorzeitige Kapitalisierung der Geldanlage ermöglicht. Ausländische Schuldverschreibungen werden im Normalfall über einen Makler bei der Bank angekauft. Dabei werden Order-, Makler,- und Depotgebühren fällig.

Risiko und Verzinsung

Die Verzinsung einer Staatsanleihe ist abhängig von der aktuellen Lage auf dem Zinsmarkt und der Einstufung durch die Ratingagenturen. Bekannte Ratingagenturen wie „Moodys“, beurteilen anhand verschiedener Wirtschaftsdaten das Risiko für eine nicht fristgerechte Rückzahlung von Kapital und Zinsertrag (Adressausfallrisiko). Deutsche Staatsanleihen verfügen über ein Triple-A-Rating, welches maximale Sicherheit verspricht. Grundsätzliche werden Anleihen von wirtschaftlich schwachen Staaten schlechter „gerated“ und höher verzinst. Der Anleger kann mit dem Kauf dieser Staatsanleihen eine höhere Rendite erzielen, muss jedoch ein erhöhtes Verlustrisiko in Kauf nehmen.