Tagesgeld – Flexibilität und variable Verzinsung
Tagesgeldkonten sind die erste Wahl für kurzfristige Geldanlagen

Beim Tagesgeld handelt es sich um eine täglich verfügbare Geldanlage mit variabler Verzinsung.
Mit einem Tagesgeldkonto behält der Anleger den täglichen Zugriff auf seine Spareinlage und kann so flexibel auf die Entwicklung an den Kapitalmärkten reagieren. Die Flexibilität des Anleger bedeutet für die Banken ein Verlust an Planungssicherheit. Sie können mit dem Kapital nicht dauerhaft kalkulieren und geben diesen Nachteil in Form einer variablen Verzinsung an die Kunden weiter. Für die Tagesgeld ist der Leitzins der Europäischen Zentralbank von besonderer Bedeutung. In der Regel hat eine Absenkung des Leitzinses direkte Auswirkungen auf den Tagesgeldzinssatz und die Banken machen von ihrem Recht Gebrauch den Zinssatz entsprechend anzupassen. Im Gegensatz zum Festgeld kann der Tagesgeldkunde jedoch auch von steigenden Leitzinsen profitieren.
Das Tagesgeldkonto eignet sich besonders zur kurzzeitigen Geldanlage, beispielsweise um
Guthaben vom Girokonto gewinnbringend zu parken. In diesem Bereich hat es das traditionelle Sparbuch praktisch überflüssig gemacht.
Tipps und Tricks zum Tagesgeld
Viele Banken werben mit überdurchschnittlichen Tagesgeldzinsen um neue Kunden. Aufgrund der variablen Verzinsung sind diese Angebote mit Vorsicht zu genießen. Einen sicheren Schutz vor schnellen Zinssenkungen bieten Angebote mit Zinsgarantie. Dabei handelt es sich um einen klar definierten Zeitraum, in dem der Zinssatz garantiert wird. In der täglichen Praxis wird dieser Vorteil ausschließlich Neukunden für maximal 6 Monate gewährt.
Einlagensicherung
Spareinlagen auf Tagesgeldkonten werden in Deutschland bis zu einer Höhe von 50.000 Euro durch die gesetzliche Einlagensicherung hundertprozentig abgesichert. Zusätzliche Sicherheit bieten die verschiedenen Einlagensicherungsfonds der Banken.
